das Magazin vom Vogelnetzwerk


Ausgabe 2
Dezember 2001
 

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Erfahrungen und Tipps
zur Haltung und Aufzucht
von Gouldamadinen

geschrieben von Sabine
Gouldamadinen

Seit zwei Jahren halte ich Gouldamadinen, zusammen mit verschiedenen Prachtfinken-Arten. Gouldamadinen sind absolut verträgliche Vögel.

Ich bin Hobbyzüchterin und versuche alles, um meine Vögel so artgerecht wie möglich zu halten. Dazu gehört unter anderem, dass sich die Gouldamadinen in meiner Voliere ihre Partner selber suchen können. Zwangsverpaarungen führen meist zu Streitigkeiten, und auf Nachwuchs kann man mitunter lange warten. Manche Züchter bieten auch an, Vögel zwecks Partnersuche bei ihnen zu lassen.

Vor dem Kauf sollte man sich den Vogel genau ansehen und beobachten. Sitzt er über längere Zeit aufgeplustert und teilnahmslos da (es sei denn, er schläft), dann ist das meist ein sicheres Anzeichen dafür, dass mit dem Vogel etwas nicht stimmt. Da es vorkommen kann, dass der neu erworbene Vogel trotz normalen Verhaltens eine Erkrankung oder Parasiten mit sich trägt, sollte man den Vogel zur Beobachtung in einen separaten Käfig setzen, bevor man ihn zu den anderen in den Bauer oder die Voliere setzt.

Hat sich ein Paar gefunden, so wird der Nestbau nicht mehr lange auf sich warten lassen. Gouldamadinen bevorzugen geschlossene Nistkästen, z.B. Exoten- oder auch Wellensittichkästen, die vorn ein Einflugloch haben.
Offene oder halb offene Nistkästen wurden von meinen Gouldamadinen nicht angenommen.

Ist das Nest ausgewählt, beginnt der Hahn mit der Suche nach Nistmaterial. Es sollten ausreichend Scharpie und Kokosfasern zur Verfügung stehen. Denn zu wenig oder falsches Nistmaterial führt unter Umständen zu einer verfrühten Beendigung des Nestbaus. Meine Goulds haben auch herum liegende Federn zur Auspolsterung des Nestes verwendet.

Das Gelege besteht aus vier bis sechs Eiern. Die Elterntiere brüten abwechselnd. Nach einer Brutzeit von 14 Tagen schlüpft das erste Küken. Jetzt ist es ratsam, Aufzuchtfutter unter das normale Exotenfutter zu mischen oder es separat anzubieten. Auch Lebendfutter wie Mehlwürmer, Pinkys oder weiße Mückenlarven (nicht gefrostet) sollten während der Brutzeit angeboten werden. Es kann vorkommen, dass Gouldamadinen dieses Futter nicht annehmen - einen Versuch ist es trotzdem wert. Denn eiweißhaltiges Futter wie Mehlwürmer oder Pinkys werden von den meisten Prachtfinken zur Aufzucht der Jungen benötigt. Ganz besonders wichtig ist die tägliche Gabe von Keimfutter, da es sehr vitaminreich und leicht verdaulich ist. Mineralien und Grit müssen stets zur Verfügung stehen, ebenso gewaschenes Obst und Gemüse. Meine Goulds fressen sehr gerne hartgekochtes, ungeschältes Ei. Ich schneide es einfach durch und stelle es in die Voliere, man braucht es also nicht unbedingt klein zu schneiden. Es sollten aber wegen der Salmonellen-Gefahr nur hartgekochte Eier verfüttert werden.

Nachdem die Jungen ca. 20-23 Tage bebrütet wurden, haben sie das Alter zum Ausfliegen erreicht. Das bereits erwähnte Futter sollte noch einige Zeit weiter angeboten werden. Auch (bevorzugt rote) Kolbenhirse wird gerne von den Jungtieren genommen. Die Körner lassen sich einfacher knacken als die der Exotenfutter-Mischung. Die Elterntiere füttern ihre Jungen noch ca. drei Wochen lang. Das so genannte Bettelgeschrei und die typisch drehende Kopfhaltung der Jungen wird dann allmählich weniger.

Ich konnte beobachten, wie die Jungen selbst artfremde Vögel anbettelten. Zu meinem Erstaunen wurden sie sogar von meinem Gemalten Astrilden-Männchen gefüttert. Allerdings bettelten die Jungen sehr zaghaft die fremde Art an. Das Bettelgeschrei war kaum zu hören. Aber als die Elterntiere wieder fütterten, war keines der Jungen zu überhören.

 

Jungtiere tragen alle ein graues Federkleid. Erst mit drei bis vier Monaten tragen sie ihr Erwachsenen-Federkleid. Die Männchen haben eine kräftigere, intensivere Farbe als die Weibchen. Für die Gouldamadinen-Zucht benötigt man keine Zuchterlaubnis. Demnach ist es also nicht schlimm, wenn die Tiere keinen Ring tragen. Ein farbiger Ring weist auf einen Jahresring hin. Manche Züchter legen diese Ringe zur Feststellung des Alters oder Geburtsjahres an. Die Ringfarbe ändert sich jährlich.
Gouldamadine, Hahn
 
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